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Taijiquan-Turnier in Hamburg 2010

Von Divyam de Martin-Sommerfeldt

Artikel im Netzwerk Magazin 2011 

 

Taijiquan-Turnier

in Hamburg 2010
von Divyam de Martin-Sommerfeldt
Der zweite WuWei Cup 2010 in Hamburg war ein Erfolg. Ich habe noch nie so einen glatten und entspannten Ablauf erlebt. Die Organisation war hervorragend und es herrschte eine freundschaftliche Atmosphäre. Danke an Familie Leminsky und die Schüler der WuWei! Eigentlich begann das Turnier schon einen Tag zuvor mit einem Schiedsrichter-Lehrgang, wo es die Gelegenheit gab, die Regularien abzugleichen oder zu erlernen mit entsprechender Vorbereitung auf das Schiedsrichtern in der Praxis. Einen besonderen Dank gilt dem TKV (Traditioneller Kung Fu Verband Deutschland), die ihre 15 Jährige Turnier Erfahrung mit einbrachten beim Schiedsrichter-Kollegium. Der TKV schenkte der WuWei dann auch noch den traditionellen eröffnenden Löwentanz mit Trommlern zur Freude der reichlich anwesenden chinesischen Zuschauer. Von unserem Taijiquan & Qigong Netzwerk Deutschland war leider keine Präsenz vor Ort - Schade. Dabei hatte ich mich schon gefreut auf einen Klönschnack mit der Regional-Vertretung oder anderen alten Bekannten der Norddeutschen/Hamburger Szene. Taijiquan-Turniere sind meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit sein Können zu vergleichen über den eigenen Übungshorizont hinaus und Menschen zu treffen, die dasselbe tun. Das Gewinnen sollte da nicht so vordergründig gesehen werden und wenn doch, ist das ja eine Möglichkeit sich mit zu freuen. Wettbewerbe sind auch eine Chance für uns (ich meine die Taijiquan & Qigong Netzwerker/in), um von den Krankenkassen und der Öffentlichkeit mehr Anerkennung für Taijiquan zu bekommen. Taijiquan ist ja letztendlich ein zu erlernendes Handwerk,  eine Kampfkunst und bereichernde Lebenspflege und nicht nur Entspannung, worauf sich die Krankenkassen berufen. Meine Gespräche mit den Kassen und Interessierten nehmen immer einen wertschätzenden Verlauf, wenn ich die Möglichkeit von Turnieren erwähne und deren berechtigten Grund. Selbstverständlich  muss kein Übender Turniere bestreiten, kann aber eine Inspiration erfahren oder was Neues für sich entdecken. Das Handwerk des Taijiquan ist nun mal eine Kampfkunst - sogar einer der höchsten. Wenn wir nur das Qi bewegen und entspannen wollen, könnten wir ja auch Qigong praktizieren. Da sind in der Regel die Bewegungen leichter zu erlernen. (Ich habe noch nie gehört, dass jemand schneller eine traditionelle Taijiquan-Form gelernt hat, als zum Beispiel die acht  Brokat Bewegungen.)
Teilgenommen haben Kinder und Erwachsene und alle waren soweit glücklich und zufrieden. Auch die „Verlierer“, wenn es so was überhaupt gibt, verabschiedeten sich gut gelaunt, was mich als Schiedsrichter natürlich freute. Faire Teilnehmer! In der Pause gab es eine kleine Show-Gala mit Taiji, Qigong und Tang Lang Quan, begleitet durch den Indischen Tabla-Spieler Pardip Longhani. Der dritte WuWei Cup wird 2012 stattfinden. Ich freue mich schon auf das Wiedersehen der Taijiquan Freunde und Freundinnen.

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