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Erfahrungen mit "Senioren-Qigong"

Von Divyam de Martin-Sommerfeldt

Qigong im Betagten Alter

Artikel auf dem Portal Taiji Europa

Qigong-Übungen in der Senioren-Residenz mit Menschen in betagtem Alter und unterschiedlicher körperlicher und geistiger Konstitution. Trotz unterschiedlicher physischer und psychischer Verfassung der Residenz- Bewohner ist es immer wieder erstaunlich, wie häufig sich offensichtliche Verbesserungen hinsichtlich mehr Beweglichkeit, Standfestigkeit, verbesserter Konzentration und aufgehellter geistiger Wahrnehmung einstellen. Dieser Erfolg ist nicht sofort nach der 1. Stunde zu verzeichnen, sondern stellt sich Stepp bei Stepp nach mehrwöchigen Unterrichtseinheiten ein. Immer wieder ist es für uns im *CFA- Team eine Freude zu erleben, welche positive Wirkung die Qigong-Übungen und das Beisammensein in den Gruppen auf die Teilnehmer ausübt. Auch beim Personal der Residenzen kommt nach anfänglicher Skepsis Freude und oft Erstaunen über die Entwicklung der Teilnehmer auf. Im China der 90-iger Jahre war ich fasziniert von den „Alten“ Menschen im Park, im besonderen von sehr, sehr betagten Chinesinnen, die am Straßenrand innehielten und am Geländer zur Straße, ungeachtet des Autoverkehrs, Dehnübungen für die Beine vollzogen. Einige waren verblüffend beweglich, konnten ihre Beine noch sehr gut in die Höhe strecken, da kam Bewunderung auf. Mir ging durch den Kopf, jetzt tief einatmen und die Autoabgase wegdenken, oh……, das ist gesund !

Seitdem ich in den 80/90-iger Jahren ambulant in der Pflege tätig war, wurde ich oft von Senioren gebeten Übungen mit ihnen durchzuführen, von denen ich erzählte. Klienten sind meistens sehr daran interessiert zu erfahren, womit ich mich außerhalb meiner Pflegearbeit beschäftige. Da es unverfänglich war und die Biographie-Arbeit mit den Klienten begünstigte, erzählte ich gerne von meinen Aktivitäten. Da meine Freude über diese Einsätze offensichtlich war, übertrug sich diese auf die Zuhörer. Ist mir die Biographie eines Klienten bekannt, hilft mir dies ihn besser zu verstehen und unterstützt den sensiblen Teil meiner pflegerischen Arbeit. Ein Beispiel zum Thema ‚Biographie-Arbeit’.

Mein damaliger chinesischer Lehrer zeigte mir ein chinesisches Qigong-Buch mit Zeichnungen zu 18 Taiji-Bewegungen, die wir bei ihm erlernten. In einer der Zeichnungen wurde eine Übung im Sitzen dargestellt. Er erwähnte, dass dieses Buch für mich sicherlich interessant sei. Wer weiß, vielleicht hatte er bereits vorausgesehen, dass ich eines Tages älteren Menschen ’Senioren-Qigong’ vermitteln würde. Seine Anmerkung hat mich im nachhinein berührt, da meine Entwicklung in Richtung Senioren-Körperarbeit seinerzeit nicht absehbar war. In meiner ‚Praxis für Körperarbeit’ ist ’Senioren-Qigong’ mittlerweile ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit geworden.

2004 ging ich eine Kooperation mit Jan Leminsky, Betreiber der ‚Wu Wei Schule Tai Chi und Qi Gong’ ein. Sein Vorschlag war, gemeinsam Körperarbeit für Senioren in Residenzen und Heimen anzubieten. Herr Leminsky ist für den Bereich Finanzen zuständig, meine Aufgaben beziehen sich auf die Qigong-Inhalte und alles was damit zusammenhängt, z. B. Team-Ausbildung und -Betreuung. Mittlerweile haben mein Team und ich umfangreiche Erfahrungen sammeln können. Zu Beginn meiner Aktivitäten auf dem Gebiet ’Senioren-Qigong’ wurde vom ersten Auftraggeber, einem Altersheim, ein sehr großer Kellerraum als Übungsraum umgestaltet. Eine Steigerung gab es im zweiten Haus, dort wurde uns ein Aufent-haltsraum im dritten Stock zur Verfügung gestellt, es wurden Stühle umgestellt bzw. im Übungsraum platziert sowie nicht benötigte Dinge entfernt. Nach einigen Wochen registrierte die Heimleitung, dass unser CFA-Konzept bei den Bewohnern eine hohe Akzeptanz fand und gerne angenommen wurde. Zu Beginn der ’Senioren-Qigong’-Kurse war die Heimleitung skeptisch, inwieweit die Bewohner diese neue Körperaktivität annehmen würden. Es kamen Bedenken auf, dass diese zu anstrengend oder exotisch wären. Doch deren Zweifel lösten sich in Wohlgefallen auf. Bis heute sind wir in den Senioren-Residenzen auf dem Gebiet der Körperarbeit sehr erfolgreich und werden von den Einrichtungen und deren Bewohnern als angesehener Partner auf dem Gebiet der Gesundheitsvorsorge geschätzt.

Residenz- bzw. Altenheim-Bewohner sind aus unterschiedlichen Motiven in diesen Häusern. Die eine Gruppe ist noch geistig autark und in einer guten körperlichen Verfassung, möchte aber die Sicherheit haben, bei evtl. späterem gesundheitlichem Abbau, durch die Hausorganisation und das Pflegepersonal betreut zu werden. Die andere Gruppe setzt sich aus Bewohnern, die mehr oder weniger pflegebedürftig sind, zusammen. Wir treffen Gruppenteilnehmer mit unterschiedlichen körperlichen Bewegungsmöglichkeiten sowie geistiger Fitness an.

Durch die verschiedenenartige Verfassung der Teilnehmer bzw. deren Einschränkungen ist für den Kursleiter eine besondere Achtsamkeit zu bewahren. Es ist darauf zu achten, dass es allen Teilnehmern während der Aktivitäten gut geht und sie entsprechend ihrer Möglichkeiten am Kurs teilnehmen. Einige schauen nur zu, andere verfolgen die Übungen mit einem Lächeln oder lachen sogar. Auch gibt es Bewohner, welche still auf ihrem Platz sitzen und das Treiben mit zufriedenem Blick verfolgen. Es kommt vor, dass Teilnehmer mehrfach den Übungsraum verlassen und wieder betreten. In diesen Situationen muss der Qigong-Lehrer Geduld bewahren und dafür Sorge tragen, dass der Gruppenunterricht nicht beeinträchtigt wird. Demente Teilnehmer fragen teilweise 3 oder 5-mal nach Sinn und Zweck der Übungen. Nach kurzer Beantwortung der Frage wird die Gruppen-arbeit fortgesetzt. In der Regel ist die/der Fragende mit der Antwort zufrieden und meistens reagieren die anderen Kursteilnehmer auf derartige Situationen tolerant. Teilweise gibt es bei einigen Bewohnern Ausfälle, die zum Schmunzeln anregen oder traurig stimmen. Diese Gegebenheiten erfordern Fingerspitzengefühl und das Erkennen von altersbedingten Defiziten.. Das häufige Abschiednehmen von Bewohnern geht einem nah, da der Heimaufent-halt der letzte Wohnort für sie auf dieser Erde ist. Glücklicherweise überwiegt jedoch das gemeinsame Lachen.

*CFA - Chinesisch Fit im Alter: So wird das Senioren-Konzept von mir und der Wu Wei-Geschäftsleitung als Marke benannt.

**Beispiel: Biographie-Arbeit aus meiner ambulant-pflegerischen Tätigkeit Ein Klient reagiert in seinem sehr kleinen Badezimmer beim Waschen in der Badewanne ausgesprochen ungehalten. Nach Meinung der Ehefrau reagiert er überaus gereizt. Sie war selbst vor ihrer Rente pflegerisch aktiv. Während des „smalltalk“ stellt sich heraus, dass der Klient im 2. Weltkrieg U-Boot-Offizier war, der unter der Raumenge stark litt. Bis heute verfolgen ihn Alpträume, wovon weder seine Frau noch andere Personen Kenntnis hatten. Da jetzt offensichtlich war, warum sich der Klient in engen Räumen unwohl fühlte, konnten wir uns darauf einstellen und die Situation für ihn und uns angenehmer gestalten.

Divyam de Martin-Sommerfeldt Jahrgang 1964 Sohn einer Hamburgerin und eines spanischen Seefahrers Divyam arbeitet seit 1990 mit Einzelklienten und Gruppen in seiner eigenen Praxis für Massage & Qigong Hamburg. Mit Qigong kam er das erste Mal 1985/86 beim Theater in Berührung. Über die Kampfkunst (Kung Fu und Taijiquan) lernte er bei verschiedenen Lehrern verschieden Qigong-Arten. Heute zählt diese Pflege zur Gesundheit und Kraft neben Meditation zu seiner täglichen Übungs- Praxis. Divyam de Martin-Sommerfeldt ist zertifiziert vom Taijiquan & Qigong Netzwerk e.V. Deutschland und für den Bereich Qigong der Regionalvertreter Hamburg des Netzwerkes. Aus der Pflegeberufserfahrung und der Arbeit in eigener Praxis für Körperarbeit entwickelte er das Senioren Qigong Konzept CFA und leitet in unterschiedlichen Senioren Residenzen betagte Menschen in CFA Qigong an. Unterstützt wird er dabei von seinem CFA Team

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Kommentare: 1
  • #1

    Cornelia Porco (Montag, 06 Februar 2017 16:57)


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